Montag, 27. Juli 2015

Mein erstes E-Book erscheint zu frühkindlicher Begabungsförderung in den Naturwissenschaften

In den nächsten Tagen erscheint mein erstes E-Book und zwar passend zu Thema und Gelegenheit auf Englisch!


Vorabinformationen zu meinem Vortrag und dem dazugehörigen E-Book-Thema gibt es hier: natürlich auf Englisch!
http://brausewetter-science-education.blogspot.de/2015/05/scientific-talent-promotion-in-early.html [7/27/2015]

Montag, 20. Juli 2015

Chemie im Sandkasten - Naturwissenschaftliche Begabungsförderung im Kindergarten

Seitdem naturwissenschaftliche Grundbildung einen wichtigen Stellenwert hat, Deutschland in internationalen Schulleistungsstudien auch in den Naturwissenschaften schlecht abgeschnitten hat und wir einen Fachkräftemangel in den Natur- und Ingenieurswissenschaften zu verzeichnen haben, steht die frühe naturwissenschaftliche Bildung im Kindergarten ganz oben auf der Agenda.

Trotz der bis dato unzureichenden Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte im Bereich naturwissenschaftliche Frühbildung hielten in den letzten Jahren verstärkt weiße Kittel und Schutzbrillen Einzug in die Kindertagesstätten, und wurden meist begeistert von den Kindern angenommen. Sie spielen halt gerne Rollenspiele! Und hier wurde das Repertoire durch neue Requisiten doch deutlich erweitert: einmal Forscher sein!

Derweil stritten sich die Profis im universitären Bereich um Selbstbildung und Ko-Konstruktion, oder auf den Punkt gebracht: wieviel Erwachsener darf´s denn sein?
Sehr böse formuliert erlaubt die Selbstbildung die Erfüllung zweier politischer Aufgaben: die Steigerung der Qualität der frühkindlichen Bildung (die Kinder bilden sich ja selbst) und die Einhaltung der Schuldenbremse (wenn sich die Kinder selber bilden, braucht es ja weniger pädagogisches Personal in den KiTas).
Wie gesagt, dass war jetzt sehr böse (denn natürlich bedarf auch Selbstbildung der Anwesenheit von Fachpersonal, allein zur Beobachtung der Aktivitäten der Kinder und zur Vorbereitung der Umgebung, in der sich die Kinder dann selbst bilden können).

Mir persönlich ist ja immer noch der Ansatz von Laewen und Andres am liebsten, die auch den Erwachsenen ihren Teil des Spaßes und der Verantwortung überlassen: auch wenn sich die Kinder selber bilden, die Erwachsenen erziehen: so heißt ja schon der Beruf von einem großen Teil der pädagogischen Fachkräfte "staatlich anerkannter Erzieher / staatlich anerkannte Erzieherin".
Denn ich als Erwachsener will ja auch mitspielen, zumindest eine Rolle spielen (und nicht nur die des Forschers im weißen Kittel mit Schutzbrille).

Also orientiert sich mein Konzept "Naturwissenschaften im Jahreslauf" am oben skizzierten Ansatz von Laewen und Andres und schaut für den Bereich "Selbstbildung", welche Aktivitäten Kinder im Kindergartenalter gerne von sich aus tätigen. Da fällt mir als erstes das Spiel mit Matsch inner- und außerhalb des Sandkastens ein.
Schaut man mit einer fachdidaktischen Brille auf diese Tätigkeiten, erkennt man, dass sich die Kinder mit dem Thema "Mischen und Trennen" beschäftigen, auf einem sehr elementaren Niveau und mit der Folge, dass sie sich ausgiebig auf der phänomenologischen Ebene damit auseinandersetzen.
Dies entspricht genau dem Niveau A1 für den Vorschulbereich des geplanten Europäischen Referenzrahmens für Naturwissenschaften.

Für die naturwissenschaftliche Begabungsförderung bietet dieser Referenzrahmen sehr gute Möglichkeiten, die Aktivitäten in verschiedenen Dimensionen so zu verändern und an den erhöhten Leistungsstand anzupassen, dass das Niveau A2 des Grundschulbereichs erreicht wird und die Kinder dennoch mit ihren Altersgenossen zusammen im Kindergarten lernen können.

Wie das geht, erfahren Sie von mir bei einem Besuch in Ihrer Einrichtung!

Sprechen Sie mich an!
kerstin.brausewetter@web.de 
0511/5390611

Ich freue mich auf Sie und unsere Zusammenarbeit!

Ihre Kerstin Brausewetter 

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http://naturwissenschaften-mit-brausewetter.blogspot.de/2015/03/begabungsforderung-in-den.html [20.7.2015]