Dienstag, 29. Juli 2014

Naturwissenschaftliches Lernen in Frankreich und Deutschland

1996 wurde in Frankreich auf Initiative von Pierre Léna, Yves Quéré und Georges Charpak (Physiknobelpreisträger von 1992) sowie der französischen Akademie der Wissenschaften das Projekt "La main à la pâte" ins Leben gerufen. Es hat die eine Neubestimmung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts in der Grundschule zum Ziel. Dabei wird eine entdeckende naturwissenschaftliche Methodik angewandt:
"La main à la pâte a été lancée en 1996, à l'initiative de Georges Charpak, prix Nobel de physique 1992, Pierre Léna, Yves Quéré et de l'Académie des sciences - Institut de France dans le but de rénover l’enseignement des sciences et de la technologie à l’école primaire en favorisant un enseignement fondé sur une démarche d'investigation scientifique.
L’action internationale constitue une dimension originale de La main à la pâte depuis ses débuts comme si, loin d’être une conséquence ultérieure de ses progrès en France, elle en représentait, dès l’origine, une dimension constitutive." (http://www.fondation-lamap.org/fr/9511/action-internationale [29.7.2014])

Unter http://www.fondation-lamap.org/ finden sich ausgearbeitete und in der Praxis erprobte Unterrichtsvorschläge auf Französisch. Hier tut sich auch für den französischsprachigen bilingualen Sachfachunterricht in den Naturwissenschaften eine wahre Fundgrube auf.
Die internationale Zusammenarbeit war von Anfang an bestimmendes Prinzip von "La main à la pâte". Neben den internationalen Angeboten auf der Homepage http://www.fondation-lamap.org/fr/9511/action-internationale gibt es mit "Sonnentaler – La main à la pâte Naturwissenschaften in Kita und Grundschule" seit einigen Jahren einen deutschen Ableger mit eigener Homepage auf Deutsch: http://www.sonnentaler.net/
Dort werden, wie auf der französischsprachigen Seite, ausgearbeitete und in der Praxis erprobte Unterrichtsvorschläge vorgestellt, hier allerdings auf Deutsch. 
Unter http://www.sonnentaler.net/austauschprojekte/ gibt es sogar Vorschläge für deutsch-französische Austauschprojekte in den Naturwissenschaften.

Aber Achtung: Bei der Verwendung der Vorschläge aus dem jeweils anderen Land sollte die eigene pädagogische Tradition beachtet werden!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Nachtrag II: Bauernhoftiere im ZOO?!

Städter wieder an das Phänomen Schlachtung gewöhnen: Diesmal zeigt Christian Rach in seiner Sendung "Rach tischt auf!" am 17.7.2014 im ZDF die Schlachtung eines Schweins. Ich habe auch nicht komplett hingeschaut.

Zur Diskussion: http://www.promiflash.de/schockierende-schlachtbilder-bei-rach-tischt-auf-14071772.html [17.7.2014]

Sonntag, 13. Juli 2014

Bilingualer Sachfachunterricht

Was ist denn das?
Darunter ist Unterricht in einem Sachfach, z.B. Biologie, zu verstehen, der aber nicht vorrangig auf Deutsch unterrichtet wird, sondern in der eine Fremdsprache als vorherrschende Unterrichtssprache Verwendung findet.

Wozu soll das dienen?
Im Gegensatz zum reinen Fremdsprachenunterricht in den lebenden Sprachen (z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, etc.) erleben die Schüler die Fremdsprache als Unterrichtssprache, als reines Kommunikationsmittel, um sich über Unterrichtsinhalte mit dem Lehrer und den Mitschülern auszutauschen. Diese Unterrichtsinhalte haben mit dem Sachfach zu tun, sie entsprechen denen des deutschen Sachfachunterrichts, d.h. die Schüler behandeln z.B. im englischsprachigen bilingualen Geschichtsunterricht die gleichen Inhalte wie die Schüler der gleichen Klassenstufe im rein deutschsprachigen Geschichtsunterricht.
Im Bundesland Niedersachsen werden die meisten bilingualen Sachfachunterrichtsangebote in der Sprache Englisch angeboten. Daneben gibt es vereinzelte Angebote auch in den Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch und Türkisch (Stand: November 2012: vgl. Niedersächsischer Landtag − 16. Wahlperiode Drucksache 16/5420, zu finden unter http://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen_wp16_5001_5500/?page=2 [13.7.2014]).

Wie erfolgt die Vorbereitung der Lehrkräfte auf den bilingualen Sachfachunterricht?
Nach meinen eigenen Erfahrungen in den 90iger Jahren wurden Lehrkräfte für den bilingualen Sachfachunterricht eingesetzt, die die Lehrbefähigung für die jeweilige Fremdsprache und das entsprechende Sachfach besaßen. Eine besondere Vorbereitung gab es, meines Wissens nach, nicht.
Obwohl ich als Unterrichtsfächer Biologie, Chemie und Französisch hatte, hatte ich die Chance, mit Zustimmung meines Studienseminars in Braunschweig im englischsprachigen Biologieunterricht in der Mittelstufe an einem anderen Gymnasium in Braunschweig sowie im englischsprachigen Biologieunterricht in der Oberstufe eines Gymnasiums in Hannover hospitieren zu können. Das war sehr aufschlussreich und fasinierend für mich!
Heutzutage gibt es an einigen Universitäten in verschiedenen Bundesländern eigens Zusatzstudiengänge für die Vorbereitung auf eine Unterrichtstätigkeit im bilingualen Sachfachunterricht (vgl. Studiengänge & Zusatzqualifikation unter http://lakk.bildung.hessen.de/netzwerk/faecher/bilingual/lehrer/ausb/studium.html [13.7.2014] und http://www.dfh-ufa.org/de/studium/studienfuehrer/mode/detail/id/lehramtsstudium-fuer-die-ausbildung-bilingualer-erdkunde-und-geschichtslehrerinnen-gymnasium-und-g/ [3.11.2014].
Und auch in der zweiten Phase der Lehrerausbildung gibt es entsprechende Angebote, u.a. auch an meinem ehemaligen Studienseminar in Braunschweig (vgl. Zusatzqualifikationen an den Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien unter http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1903&article_id=6521&_psmand=8 [13.7.2014]).

Hier gibt es Informationen zu Material für englischsprachigen Naturwissenschaftsunterricht:
http://lernen-mit-brausewetter.blogspot.de/2014/12/material-fur-bio-chemie-oder-physik-auf.html [4.12.2014]

Für den französischsprachigen bilingualen Sachfachunterricht gibt es entsprechende binationale Sprachkurse zusammen mit französischen Kollegen, die vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert werden (vgl. Binationale Sprachkurse Programm 2014, S. 13 unter http://www.dfjw.org/sites/default/files/Binationale%20Sprachkurse%202014_3.pdf [13.7.2014]).


Mittwoch, 9. Juli 2014

Literatur von Kerstin Brausewetter

Hier erhalten Sie einen Überblick über alle bisher von mir veröffentlichten Arbeiten. Sind Sie neugierig geworden? Dann freue ich mich auf Ihre Rückmeldungen. Gerne werde ich auch für Sie publizistisch tätig!
Sprechen Sie mich an: kerstin.brausewetter@web.de 0511/5390611

Brausewetter, K. (In Planung). Gemische und ihre Trennung: Praxiserprobte Materialien für heterogene Klassen. Augsburg: Auer. ISBN 978-3-403-07774-9.
Brausewetter, K. (2016). Stoffe und Stoffeigenschaften: Praxiserprobte Materialien für heterogene Klassen. Augsburg: Auer. ISBN 978-3-403-07773-2.

Brausewetter, K. (2015). Brausewetters naturwissenschaftliche Begabungsförderung: Küchenchemie. Verfügbar unter http://www.amazon.de/Brausewetters-naturwissenschaftliche-Begabungsförderung-Küchenchemie-ebook/dp/B016EBUPKS [3.11.2015]
Brausewetter, K. (2015). Zu Besuch in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. KulturNetz, 3, 8-9.
Brausewetter, K. (2015). Frühförderung für junge Musiker: Zu Besuch in der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Labyrinth, 125, 12. 

Brausewetter, K. (2015). The Brausewetter Preschool Science Curriculum: How to develop science talent in the early years. Verfügbar unter http://www.amazon.de/Brausewetter-Preschool-Science-Curriculum-scientific-ebook/dp/B013J8DYPC [9.8.2015]
Brausewetter, K. (2015). Der kompetente Säugling: Was Babys alles können - und wie Erwachsene sie am besten in ihrer Entwicklung begleiten. ZeT, 3, 8-9.
Brausewetter, K. & Schelonke, K. (2015). Cybermentor: Frauen begeistern Mädchen für MINT. Labyrinth, 124, 20-21.
Brausewetter, K. (2015). Zufriedene Kinder, entspannte Eltern - Hinweise auf Probleme des Kindes (Teil II). Labyrinth, 123, 14-15.

Brausewetter, K. (2014). Zufriedene Kinder, entspannte Eltern: Kennzeichen einer hilfreichen Eltern-Kind-Beziehung (Teil 2). In: Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) (Hrsg.): Online-Familienhandbuch. http://www.familienhandbuch.de/erziehungsfragen/allgemeine-erziehungsfragen/zufriedene-kinder-entspannte-eltern-kennzeichen-einer-hilfreichen-eltern-kind-beziehung-teil-2[19.12.2014]
Brausewetter, K. (2014). Backe, backe Kuchen: Experimente mit Backpulver & Co. In: Materialien Kindergarten und Vorschule. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (2014). Den Mechanismus der Meiose selbst entdecken. In: Unterrichts-Materialien Biologie. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (2014). Drei Kongressberichte: Nachlese zum Kongress „Begabten- und Begabungsförderung“ in der Schweiz. Labyrinth, 122, 27.
Brausewetter, K. (2014). Zufriedene Kinder, entspannte Eltern: Erziehung auf der Grundlage kindlicher Bedürfnisse. In: Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) (Hrsg.): Online-Familienhandbuch. http://www.familienhandbuch.de/erziehungsfragen/allgemeine-erziehungsfragen/zufriedene-kinder-entspannte-eltern-erziehung-auf-der-grundlage-kindlicher-beduerfnisse[7.11.2014]
Brausewetter, K. (2014). Erziehung auf der Grundlage kindlicher Bedürfnisse: Für zufriedene Kinder und entspannte Eltern. Labyrinth, 121, 42-43.
Brausewetter, K. (2014). "Ich bin, wie ich bin": Energietanken zu Jahresbeginn in Südniedersachsen. Labyrinth, 120, 44. Verfügbar unter http://www.dghk.de/regionalvereine/niedersachsen_bremen/berichte/Lab120ErfahrungsberichtGermershausen2014komplett.pdf[15.7.2014]
Brausewetter, K. (2014). Naturwissenschaften im Kindergarten: eine Planungshilfe. In: Materialien Kindergarten und Vorschule. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (2014). Das Gelbe vom Ei: Versuche zur Eiweißgerinnung. In: Materialien Kindergarten und Vorschule. Freising: Stark.

Brausewetter, K. (2013). Wo die Chemie stimmt: Elemente einer fachdidaktischen inklusiven Lehrerbildung. Labyrinth, 117, 19-21.
Brausewetter, K. (2013). Frühes naturwissenschaftliches Sachlernen: Eine Chance zur Förderung hochbegabter junger Kinder. Labyrinth, 116, 9-11. 
Brausewetter, K. (2013). Naturwissenschaften für Fachkräfte - Inhalte, Aufgaben, Ziele . In: Bernholt, S. (Hrsg.), Inquiry-based Learning - Forschendes Lernen. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Hannover 2012 (S. 125 - 127). Kiel: IPN. Verfügbar unter http://www.gdcp.de/images/tb2013/TB2013_125_Brausewetter.pdf[20.10.2014]

Studierende an der Universität Hannover & Brausewetter, K. (2012): Anschlussfähigkeit des Sachunterrichts. Eine kleine Sammlung zum chemischen Lernen in Elementar, Primar- und Sekundarbereich I. In:  www.widerstreit-sachunterricht.de, Nr. 18. Verfügbar unter http://www.widerstreit-sachunterricht.de/ebeneI/superworte/naturwiss/brause.pdf[29.7.2014]
Brausewetter, K. (2012): Tütensuppe, Matsch und Schaum - Stoffgemische und ihre Trennung. In: Materialien Kindergarten und Vorschule. Freising: Stark.

Brausewetter, K. (2011): Mit allen Sinnen - Sinnesschulung und Untersuchung von Stoffen der unbelebten Natur. In: Materialien Kindergarten und Vorschule. Freising: Stark. Verfügbar unter http://www.stark-verlag.de/livebook/6100-Livebook/index.html [15.7.2014]
Brausewetter, K. (2011): "Inhalte, Aufgaben und Ziele einer naturwissenschaftlichen Bildung für pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten in Niedersachsen" - Design der Curricularen Delphi-Studie Naturwissenschaften. In: Schließmann, F. (Hrsg.): Tagungsband zur 2. Fachtagung Am Phänomen lernen - Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften in Flensburg März 2010, Universität Flensburg.

Brausewetter, K. (2010): “Die Biene“ methodisch einmal anders. In: Unterrichts-Materialien Biologie. Freising: Stark.

Jaenicke, J.; Jungbauer, W.; Konopka, H.-P. (Hrsg.) (2005): Netzwerk Biologie 1, Lehrermaterialien, Baden-Württemberg. Hannover: Schroedel.
Jaenicke, J.; Jungbauer, W.; Konopka, H.-P. (Hrsg.) (2005): Netzwerk Biologie 2, Lehrermaterialien, Baden-Württemberg. Hannover: Schroedel.
Brausewetter, K. (2005): Texte zum Ansatz von Emmi Pikler – zusammengestellt von Kerstin Brausewetter, Teil 5: Schlafen. In: Mit Kindern wachsen (Heft 1/05, S. 17-21). Freiburg: Arbor.

Brausewetter, K. (2004): Texte zum Ansatz von Emmi Pikler – zusammengestellt von Kerstin Brausewetter, Teil 4: Essen. In: Mit Kindern wachsen (Heft 10/04, S. 7-11). Freiburg: Arbor.
Brausewetter, K. (2004): Texte zum Ansatz von Emmi Pikler – zusammengestellt von Kerstin Brausewetter, Teil 3: Sauber werden. In: Mit Kindern wachsen (Heft 4/04, S. 23-25). Freiburg: Arbor.
Brausewetter, K. (2004): Texte zum Ansatz von Emmi Pikler – zusammengestellt von Kerstin Brausewetter, Teil 2: Auf dem Wickeltisch. In: Mit Kindern wachsen (Heft 1/04, S. 15-20). Freiburg: Arbor.

Brausewetter, K. (2003): Texte zum Ansatz von Emmi Pikler – zusammengestellt von Kerstin Brausewetter, Teil 1: Beziehung und Pflege. In: Mit Kindern wachsen (Heft 10/03, S. 6-11). Freiburg: Arbor.

Jaenicke, J.; Jungbauer, W.; Konopka, H.-P. (Hrsg.) (2001): Netzwerk Biologie 2, Nordrhein-Westfalen. Hannover: Schroedel.

Brausewetter, K. (2000): Expo 2000 Hannover – Die Weltausstellung in Deutschland. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.

Brausewetter, K. (1999): Plasmolyse/Deplasmolyse und Turgor. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (1999): Osmose. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (1999): Membranfluss. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.

Brausewetter, K. (1998): ATP/ADP-Gegentausch in der inneren Mitochondrienmembran. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (1998): Aktiver Natrium-/Kalium-Transport. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.
Brausewetter, K. (1998): Vergleich der biologischen Abwasserreinigung in einer Kläranlage mit entsprechenden Vorgängen in einem See. In: Biologie – Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte Sek II. Freising: Stark.

Brausewetter, K. (1995): Lehrmaterialien für den Fortbildungslehrgang “Staatlich geprüfte/r Techniker/in“, Fach: Brauchwasser/Abwasser/Gewässerschutz, Bernd-Blindow-Schulen Bückeburg, Abt. für Fernunterricht.